Schon wieder im neuen. Was auch immer das ist. Vielleicht weder verheißungsvoll, noch glänzend. Matt, kein Spiegelbild. Das letzte Neu war anders, denkst du dir, legst die Zahnbürste zurück auf den Waschbeckenrand und guckst dein Spiegelbild an. Suchst Falten. Denn das macht man doch so, oder? Suchen. Und von Falten wird immer wieder in den Komödien gesprochen, die gesucht werden. Oder plötzlich gefunden. Wie Jahresringe im Gesicht. Wenn sie dann Menschen haben, müssen sie auch eine Meinung dazu haben. Zu ihren Falten, ihren Jahresringen: und ihrem Gesicht. Beim Ausbleiben der Beringung ist das komischerweise ebenso der Fall. Als ob das irgendwas bedeutet, irgendwas verändert. Die Falte. Man benutzt das Gesicht und einpacken geht nicht.

Vielleicht findest du aktuell mal wieder, nach dem zurücklegen der Bürste, alles sehr verwunderlich. Ein neues Hängen ohne Boden in neuer Luft. Warum gewöhnt man sich so schwer an dieses in-der-Luft-Gehänge… fragst du dich. Leise, nur für dich. Mit der Gewöhnung ist das für dich auch so eine Sache. Sie kommt- und geht. Wie Menschen, Gesichter (und mit ihnen die Falten).

Kaum ein „wohin?“. Nur ein „machs gut“. Dann stehst du da, guckst dich an und fühlst neu. Ein alt bekanntes neu-Gefühl. Verwirrend genug, beschließt du, und machst dich auf. Hin zum weitermachen. Fragen ohne Grund und Dinge, die du dann machst, weil es halt so ist. Das ist dir zwar alles zu wenig konkret, aber hej, liebe Grüße in die Luft!

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