Federlaich

Und dann länger gewartet, ins Leere gestarrt, versucht das zu begreifen, irgendwie den Moment einzuatmen, festzuhalten.
So wie es dann so häufig ist weiß man irgendwie, dass es so ist, dass Momente kommen und gehen, man eben wieder packen muss, weiter, zurück und dabei wieder etwas zurück lässt. Warme Herzen dann und wann, winkende Hände, fortschreitende Wochen, eingelöste Versprechen und neue Erwartungen.

Sowieso ists dann eh besser, wenn man am nächsten Morgen aufwacht. Es ist niemals schlimm gewesen. Nur etwas schwer.
Auf eine Tanne folgt, scheinbar in fließendem Übergang, Osterstrauch, dabei glaubt keiner so richtig, debattiert aber gern, ob es falschen Glauben im eigentlichen Sinne gibt.

Die winkende Hand, ein trauriges Gesicht, daneben ein halb lächelndes, jemand muss ja tapfer bleiben. Wissend, alles ist irgendwie bemessen, nur damit ist eben auch keinem geholfen.

Es tut mir so leid, denn es wird nicht leichter, auch wenn einige (wer sind die?) es behaupten.
Nur du wirst vielleicht tapferer, mutiger und weniger gleichgültig. Und das machts dann vielleicht etwas leichter. Obwohl es das nicht ist.

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Stau

Überall scheint es an dir zu ziehen und zerren.
So viele fleißige Hände und suchende Augen, sie haben den Trick herausgefunden, nicht von dieser elenden Müdigkeit übermannt zu werden. Sie greifen in deine Richtung, Romantik wird zum Verkaufsschlager, zu Angebot und Nachfrage.

Du brauchst das alles eigentlich gar nicht. Der DVD Player fängt den Staub, du hast ihn seit drei Jahren nicht mehr benutzt, aber die Möglichleit, mal wieder eine DVD zu gucken, hindern dich daran, ihn raus zu schmeißen.
Auch mitspielen möchtest du nicht unbedingt, brauchst auch die ganze Ausrüstung nicht, die paar Minuten Action für das ganze Geld.
So oft dabei erwischt bei dem Gedanken, wie toll sich dies und jenes als Anekdote machen würde. Was die ‚anderen‘ denken würden. Doppelter Konjunktiv. Scheiße.

Langsam fragst du dich, was das soll. Lieber mehr Wolken als einen flackernden Computerbildschirm. Lieber wandern, erschöpft aber glücklich am zu kahlen Felsgipfel ankommen, ohne Medaille, Sekt und Handschlag. Nur Aussicht, Frischluft und ein bisschen schmerzende Beine, die dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Die Pausen sind so selten und klopfen zu oft mit unerwünschten Nachrichten an deine Tür: es ist so anders. Pause. Unterbrechung. Halt. Stop. Was? Wiebitte?
Nüchternheit tritt anstelle von Verklärtheit. Ein kleiner Moment der Endlichkeit, der deine vergessene Suche nach Leben anzündet und dich nicht mal traurig werden lässt: sondern wach. Und dir ein Schmunzeln schenkt, ein bisschen mehr ’scheiß drauf‘ und vielleicht, ganz vielleicht ein bisschen mehr Priorität auf das was wirklich zählt. Was auch immer das dann ist.

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Daily rythm und die Bahn ruckelt unter deinem Körper, der regelmäßiges Training vermisst. Gelegentlich hast du das Gefühl, kriechend, dass dein Geist in einem riesigen Verschleißteilgemisch aus Fleisch und Blut so vor sich hin lebt. Der Geist darf auch nicht alles sollen was er will, c’est la vie, schlucks runter.
Somit wird die Fahrt dorthin, wo du eignentlich gar nicht unbedingt sein möchtest, zu einer täglichen Reise. Morgens ein bisschen zu früh, Abends ein wenig zu spät. Deine Augen in der zu unmuskulösen Hülle blinzeln aus Gewohnheit, der Spalt wird ein wenig enger.
Deine Gedanken spielen dir bereits kleinere Streiche. Wie es wäre wenn… eine Katastrophe. Ein Hurricane, zack das Leben anders. Ein Krieg, gegen irgendjemanden. Freiwillige die sich gegenseitig niederschießen scheint es irgendwie zur Genüge zu geben.
Dann alles wieder aufbauen. Erkannt werden. Wer du wirklich bist. Und so. Was du dich halt nicht so richtig getraut hast. Und wenn, dann haben das Timing und das Publikum nicht gestimmt.

So wacht man dann halt auf in dem Luxus in Kleinformat. Wobei dir auch nicht wirklich klar ist, was daran 200 qm mehr ändern würden. Mehr Raum für Ratlosigkeit. Ein brillanter Künstler würde dann mit Sicherheit seine viel zu kreativen Freunde einladen. Zusammen würden sie dann Warhol-Like richtig cleverkritische aber Mainstreamtaugliche Dingens machen. Halt so. Weil sie so sind.

Bei dir wäre der Platz… minimalistlisch.

Das Ruckeln hört auf. Die Türen der Bahn öffnen sich. Der Typ neben dir könnte gutes Mundwasser, eine ordentliche Rasur und eine Dusche vertragen denkst du dir als du aufstehst.
200 qm, so viel Platz…

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Ein Song für einen leeren Monat

Der Monat ist hübsch.
Recht durchwachsen, emotional, recht dröge, nach dem was so passiert.
Aber irgendwie sind es ja die kleinen Dinge die so groß sind, aber über die kaum jemand ein Wort verliert. In letzter Zeit immer mehr solche in-irgendeiner-Art-Blogs dann doch erwähnt, oberflächlich und leicht am Thema vorbei, aber im Reißer toll geklungen. So nach „endlich mal jemand, der auch über den gleichen Firlefanz nachdenkt wie unsereins“. Dann gelesen. Und revidiert. Doch nicht so wie unsereins. Doch irgendwie anders. So anders, dass wir es nicht können, wir hier, die wir denken dass es doch so und so ist, und kaum die Scheuklappen runtermachen wollen… beim letzten Mal war das nicht so eine gute Idee.

Naja, auf jeden Fall sind diese besagten Blogs gar keine Blogs, sondern super hippe Web-Zeitungen/Magazine, die mit flippigen GIFS arbeiten und nach Mundart schreiben. Also doch irgendwie Blogs. Aber von Zeitungen. Als Onlinemagazin getarnte Etwasse.

Dieses hier, liebe Leserin, lieber Leser, ist ein Blog. War es stets. Wird es bleiben. Aktuell weniger hoch frequentiert mit Inhalten gefüttert, wie das Leben eben so spielt: man kann nicht alles in aller Ruhe runterschreiben, das Leben passiert! Und dem ist es egal ob er, sie oder es schreiben möchten. Sie sind jetzt mitten dabei und es wird verlangt, von ihnen, auch daran teil zu nehmen. Also hopp hopp!

Dieser Monat ist auf jeden Fall sehr Märzig. Nicht mehr richtig Schnee, kein Antarktischer speed-Frühling, sondern ein schleichendes, noch schlappes, etwas müdes, aber leicht kuscheliges Übergangszeitchen in Zeiten der vielen Übergänge. Warten auf dies und das. Die Postsendung von Amazon, wo ist sie nur, vor vier Tagen bestellt, vor VIER Tagen, verdammt. Noch 62 Minuten, dann ist die Waschmaschine durchgelaufen. Und um halb fünf Lauftreff mit Beathe und Sabine.

Ein März. Wie ein März halt. Wenn jemand im Weg steht, ist man es wohl selbst, sich selbst. Mutet mal wieder ein paar anderen, die es verdienen, zu wenig zu, könnte eh freundlicher und aufmerksamer sein, schneller und effektiver arbeiten.

Hier ein Lied. Recht nett. Viel Spaß damit. In diesem März. Ich hoffe die Zeit macht Spaß.

— Einschub —

Das Lied, das ich spielen wollte, finde ich nicht. Deshalb gibt’s jetzt ein alternatives. Auch ganz peppiges.

— Einschub Ende —

Jemand kommt in ’ne Bar

„Nach jeder Liebe gibt es wieder ein Erwachen, das fühlt sich ein bisschen an wie Frühling.“
„Ich mochte aber das nicht-erwachen dieser Liebe. Und ich mag es noch. Das viele Sinnlose. Von mir aus auch die Momente, wenn es mich wahnsinnig macht, was er immer tut.“
„Genau das wird dir dann nicht mehr fehlen. Stell dir nur mal vor: du regst dich darüber nicht mehr auf. Aus und vorbei. Nur noch du.“
„Ich weiß, worauf du hinaus möchtest. Ich verstehe das schon. Keine Aufregung mehr, dass alles so ewig zu dauern scheint. Selbst das Fahrradfahren zu zweit dauert immer so lange. Ohne erfindlichen Grund. Niemand ist krank, es ist weder super heiß, noch regnet es in Strömen. Es ist einfach Wetter und wir sind laaaaangsam. Auch das packen hat schon ewig gedauert. Alles.“
„Sind wir ein bisschen gestresst?“
„Nein, aber unnötiges langes Ausgeschlafe, so gut wie jeden Tag, und dann nicht weiter kommen, das macht mich wahnsinnig.“
„Schon mal daran gedacht, dass dein Gegenüber dich vielleicht als stressig empfindet? Okay, ich gebe zu, meine Qualitäten frisch Verlassenen zu helfen waren auch mal besser.“
„Du hast so Recht. Es wird mir fehlen. Habe ich alles falsch gemacht?“
„Super. Selbstzweifel. Ein ganz toller Anfang für einen Ausweg. Bemitleide dich selbst. Du Armes, Armes Ding. Niemand hat es so schwer wie du.“
„Was soll der Scheiß? Du musst mich bemitleiden, ich bin ich furchtbar armes Wesen. Mir wurde weh getan, obwohl ich so viel und so sehr gekämpft habe.“
„Ihr habt gekämpft? Mit allem Drum und Dran?“
„Lass den Mist, du weißt was ich meine. Es gab auch viel Ärger, wegen Missverständnissen, persönlichen Freiräumen und dem beidseitigem Gefühl, nicht gut genug zu sein. Es vielleicht niemals sein zu können. Egal in was, und egal wie viel man sich Mühe gibt. Ein Moment der Schwäche und alles bricht zusammen.“
„Ein anstrengendes Leben im Kartenhaus.“

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„Warum habe ich dir hier in die Bar mitgenommen?“
„Weil du guten Zuspruch brauchst, alles richtig gemacht zu haben, und was besseres verdient zu haben.“
„Genau! Also benimm dich auch so!“
„Aber du hast nicht alles richtig gemacht, keiner von euch. Und soll ich dir was sagen? Das kann man auch gar nicht. Man kann versuchen, Fehler nicht als Fehler an zu sehen, sondern als etwas, das noch ausbaubar ist. Und nicht zu erwarten, vom andern, er soll so sein, wie man ihn gern hätte. Dann solltest du gottverdammtnochmal nicht mit einem anderen Menschen zusammen kommen, sondern mit einer Puppe.“
„Puppen können nicht sprechen.“
„Dann gibts auch keine Missverständnisse.“
„Doch, wenn man sich anschweigt.“
„Ein stummer kann nicht schweigen. Er kann schlicht nicht sprechen. Und selbst das ist nicht immer so.“
„Du weißt doch was ich meine, dieses nebeneinander her geschweige, anstatt eben zu sagen, was eigentlich los ist.“
„Es ist doch immer was los. Nie ist nichts. Freunde interessiert das eben nicht so, denn sie werden kaum im gleichen Bett mit dir schlafen wollen, Nacht um Nacht. Und wenn was nicht passt, kann es ihnen eher egal sein. Manchmal ist es das nicht, aber heeeeyyyy, die meinen’s ja nur gut. Aber wehe dem der Partner sagt was, das ist dann unangebrachte Kritik oder was?“
„Du taugst wirklich nicht zum ausheulen.“
„Zwei Whisky, zwei Gin, zwei Vodka, zwei Jägermeister. Und zwei Bier danach. Bei den Bieren kannst du dann von mir aus weinen. Aber erst da. Und nur für ein Bier.“

„Als ob es immer wieder so ein Blitzableiten braucht. Wieder und wieder. Wehe dem, es ist mal eine Woche friedlich und es ist einfach nichts, dass muss für sie ein Horror sein.“
„Aber es ist doch sowieso nie nichts. Und wir diskutieren auch, du bist halt nicht in mich verschossen, deshalb treibe ich dich weniger schnell zur Weißglut.“
„Was ist los mit dir? Hast du Psychologie oder so einen Schrott studiert? Hör zu. Wenn jemand immer etwas findet, dass es auszusetzen gibt…“
„Jetzt ist aber gut. Erst meckerst du die ganze Zeit was alles nicht stimmt und bist dann verwundert, wenn irgendwas, sogar verbalisiert, zurück kommt?“
„Okay, prost erst Mal.“ „Und jetzt, lass mich jammern. Dazu habe ich das Vorrecht, mit gebrochenem Herzen. Ich bin ganz arm. Also spendiere mir Komplimente und Zuspruch, so unsinnig der auch immer sein mag. Das habe ich mir aufgrund des Scheiterns der Beziehung verdient. Dazu sind Freunde da.“
„Okay. Es ist immer scheiße wenn so etwas passiert. Obwohl uns die Filmindustrie vorgaukelt, zumindest großteils, dass alles so toll klappen kann. Und tun so, als würden sie an zu wenigen Selbstzweifeln leiden, die du eben hast, und partiell zu wenig Selbstbewusstsein, was du gerade hast. Überall versucht Gründe zu suchen, nur nicht bei sich selbst. Dabei hast du locker 50% des Scheiterns ausgemacht.
Mehr Mitleid gibt’s nicht. Trink.

 

Gut so. Noch zwei Obstler bitte und zwei Halbe.

Prost.

 

Und jetzt erzähl mal: es wurde also immer etwas ausgesetzt an dir, dann dieses unmenschliche langsam-sein, und das unerträgliche geklammere, ja? Mhm, du Armes, Armes Ding.“

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Und wenn es so wäre

Ka-ching alter Freund, lass uns hier, selten genug, einfach wieder sitzen. Viel ist passiert, in den Momenten so lang, fast unerträglich lang, als würde sich der Zeiger der Uhr nur zurückhaltend und mehr als schüchtern im Kreis weiter bewegen. Und jetzt hier sitzend kann es doch gar nicht sein, dass es so lange her ist, dass wir es damals gemacht haben und all das passiert ist. Jetzt scheint alles, als wäre es einfach so gewesen. Einfach so gelebt, einfach so verliebt, getrennt, einfach so geträumt und dann doch anders entschieden.
Die erschreckende Normalität, die früher so ein Graus war und in tausenden Bierlaunen zerfetzt wurde, sie ist gar nicht so schlimm. Sie wartet hinter keiner Ecke, ist nicht finster, nicht langweilig, auch nicht spießig oder dumm: sie ist das Leben.
Sie ist ordinär und extravagant, individuell verwurzelt in allem. Nur das Gewöhnlichste von allem kann dieses dumme, normale Leben stoppen, der Tod.

Wir versinken schon wieder in Küchenphilosophische Themen, Lachen gibt sich die Hand mit dem so uncoolen Weinen, aber das ist egal. Aus Bier wird Gin, wird Jägermeister.

Alles geht und ging weiter, immer, obwohl uns die Wellnessoasen vorgegaukelt hatten, sie könnten kurz die Zeit verlangsamen. Nur, wer war denn dort vor Ort und hat alles am Laufen gehalten. Menschen wie du und ich, mit Versicherung, Abschlüssen, Arbeitsverträgen, gebrochenen Herzen, neuer Liebe, guten Plänen und verschlafenen Vormittagen.

Der Gin erzählt uns, dass vieles viel zu egal ist, und wir ahnen, dass es vielleicht genau darum geht. Denn dabei sind wir, ob es uns jetzt passt, oder eben nicht.
Wir suchen uns, mal mehr, mal weniger, aus, wohin wir gehen. Oft gehen einst treue Begleiter aus unverständlichen Gründen. Einige bleiben, aus ähnlich unverständlichen Gründen.

Und wir wissen, wollen es aber nicht, das es vollkommen egal ist, danach zu fragen, ob dieser ‚Weg‘ nun der beste war. Es ist der einzige in deinem Leben. Und es ist der deine.

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I know, I post too less, for this fluid liquid of steadily update-posting internet-age which doesn’t mean that I am not writing, gosh

really, I try, hardest, without falling apart, to do so good this time. Feels like I will fail. Feels like it has to, because it’s so not easy at all. From time to time it’s really fun, believe me. We all can be, and I am sure we are, weird personalities. Or just personality. Whatever.

I sit a lot these days. Surrounded by a few glittery ghosts, a few very grounded persons, and too few to talk to, seriously without backbite. Far to less money, far too much to do, too less inner peace, too childish thoughts. Buying balloons and flying away…

lets grap the whatever by it’s bloody horns and train our muscles. feel honest pain again. why-ever this may be good, it is, hopefully. and life right. drugfree? why not.

confused? day by day. strong? if I have to.