Die gottverdammten magischen drei.
Da sind sie. Stehen sie. Ich werde jetzt nicht um irgendein sich am Ende auflösendes, halbkomisches Wortspiel rumsülzen, was sowieso keinen interessiert und vor allem scheint gerade draußen die Sonne. Man kann Menschen endlich wieder sehen und riechen, wenn das auch gelegentlich nicht mit kompletter Freiwilligkeit einher geht.

Es ist schön. Sonne, alles erwärmt sich und beinahe alle rennenden Ameisen in ihren großen, massiven Stahlbetonbunkern hoffen doch auch, dass sie innerlich dadurch ein paar Plusgrade erzielen können.  Und was machen diese halbversoffenen Familienväter am Tisch, mit ihrem bunten Cocktail (es ist schon 13.46 Uhr!) mit ihrer Sekretärin und deren viel zu üppigen Ausschnitt? Blackberry, iPhone. Wirft der olle Blogger uns jetzt eine persönliche Hasstriade gegen die Stirn, weil er das Moderne verwerflich findet? Nein, er findet nur, dass der Cocktail sich vernachlässigt, die Sekretärin mitsamt Ehefrau untervögelt und nur gehalten, nicht aber unter-halten werden und Kippen zwar gesundheitsschädlich sind, aber irgendwie kann man so ein Telefon ja auch nicht zum Essen verwenden.

Was Wäre Wenn… ach, drauf geschissen.

Ich vermisse den Sand zwischen meinen Zehen. Vermisse es, dass man den ganzen Tag im Bett liegt und nicht weiß, wie spät es ist. Ohne Extase auf einem verschissenen Laufband, ohne rofl, lol oder sonst einem Sprach- und Emotionsvernichtenden Slang, der die Alten stutzig macht und die Literatur in ihre Schranken weißt. „Lol, die Sonne ist aufgegangen.“ Romantik lässt sich nicht per SMS übermitteln. Eine warme Hand, die dich streichelt, das Glück, dass man nicht festhalten kann, aber das einem ein Leben lang erhalten bleibt.

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